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Wednesday, September 16. 2009Einstiegshürden
Immer wieder kommt mal die Frage auf, ob neue Geocacher erst bestimmte Voraussetzungen erfüllen sollen müssten, bevor sie ihren ersten Geocache legen dürfen. Grad wieder kam aus Bayern ein Geocacher mit einem solchen Gedankenspiel zur Cachequalität um die Ecke.
Der Gedanke, die Möglichkeit die erste Dose zu verstecken an bestimmte Voraussetzungen zu binden ist schon ziemlich alt und wird immer wieder mal aufgebracht. Gängige Vorschläge sind da dass man erst ab 100 Caches loslegen darf, oder man braucht eine Empfehlung eines etablierten Geocachers oder im schlimmsten Fall eine Prüfung (wie auch immer die aussehen soll). Nein, so geht das nicht! Geocaching ist ein freies Hobby. Der Anfänger darf auch Fehler machen und sogar völligen Mist bauen. Daraus kann man lernen, davon abgesehen gibts Reviewer die die Spielregeln kontrollieren und mehr ist nicht erforderlich. Da werden keine weiteren Vorschriften gebraucht. Der Owner bekommt Rückmeldung über die Logs, natürlich nur von Geocachern die auch Eier für mehr als ein Kurzlog in der Hose haben um zu schreiben wenn das Kunstwerk nicht gefallen hat. Zumindest über GC-Vote können auch die Feiglinge ihr Kreuzchen machen. Und schließlich kann man sich als Geocacher auch vorher angucken von wem man da einen Cache machen will und Qualitätscaches von Geocachern mit einem guten Ruf bevorzugen. Bei Erstlingswerken kann man doch erst mal andere gucken gehen lassen. Ein Grund auch warum ich mir die FTF-Hatz spare: Ich warte erst mal das Feedback in den Logs ab und guck mir den Vote-Level an. Die Einstiegshürden und damit die Freiheit den erste Geocache zu legen für Newbies zu erhöhen ist jedenfalls für mich kein sinnvoller Ansatz. Wer bei Geocaches enttäuscht ist, hat meist selbst schuld. Sunday, September 13. 2009Kettenreaktion
Das Fahrrad hat sie, sogar manche Roller, und mein Cachemoped auch: Die Kette. Da fliegen Menschen zum Mond und die Kraftübertragung zwischen Getriebe und Hinterrad geht immer noch mit der geschmeidigen Technik wie bei Opa.
Ok, es ist schon ein Hightech-Produkt, so mit O-Ringen drin die keinen Dampfstrahler mehr abkönnen, aber intern dauerhaft geschmiert sind und nur die Innenseite braucht immer wieder mal etwas Kettenspray. Übrigens kein Fett aus der Spraydose sondern eher ein fettiger Klebstoff. Mein Kettenfett ist sogar weiß damit ich keine Stelle beim nachlegen vergesse. Und die Spannung muss man auch regelmäßig kontrollieren. Sitzt die Kette zu fest, verschleißen Ritzel und Kettenrad, vor allem kann die Kette aber sogar bei Bodenwellen reißen. Ist sie zu locker, springt sie im harmlosen Fall nur beim Ritzel über, im ungünstigsten Fall aber vom Kettenrad und man packt sich damit ganz gefährlich hin. Alles aber kein Thema so lange man die Kette spannen kann. Ist auch ganz einfach, Kettenspanner wie bei Omas Hollandrad nachziehen und es passt wieder. Irgendwann ist damit aber vorbei, dann kann man fast nach jeder Tankfüllung nachziehen. Merkt man sofort an der Kettenreaktion wenns soweit ist: Die Kette fängt unter Last am unteren Trum immer wieder an zu schlagen. Soweit wars grad bei mir. 20.000 Kilometer etwa hat sie gehalten, das kann bei meiner Fahrweise schon sein. Zu blöd nur, dass das Cachemoped-Event des Jahres grad heute war! So schnell krieg ich natürlich keinen neuen Kettensatz und erst recht nicht montiert. Glücklicherweise hatte Kai977 grad heute auch zu einem Geocaching-Flashmob mit Wasserschlacht geladen. Hatte ich zwar eigentlich nicht auf dem Plan, ich weiß auch nicht was Geocaching nun mit Flashmobs zu tun haben soll, aber doch: Das hatte was. Das war einfach eine kindische Riesengaudi, bei der ich wasserfest verpackt das Vergnügen hatte meinen Frust über das verpasste Mopedevent wirksam zu kompensieren. Geocacher aus Berlin und zugereist aus Braunschweig, Schleswig-Holstein und der Schweiz waren mit dabei. Der klassische Flashmob wurde so als Geocaching-Event zurechtgemacht. Insgesamt bestrachtet eindeutig eine gelungene Veranstaltung, die es nun in Berlin wohl auch öfter geben soll. Wednesday, August 19. 2009CB-Funk
Ich erinnere mich daran, dass ich so etwa 12 bis 14 Jahre alt gewesen sein muss, da war ich völlig von der Elektronik begeistert. Auch mein Schulpraktikum war natürlich als Elektriker und wenn damit nicht so geringes Einkommen verbunden wäre würde ich heute wohl irgendsowas machen.
Da passte die Spielerei mit Funkgeräten natürlich perfekt dazu. Damals waren es CB-Funk-Geräte, 12 Kanäle, AM, sowas hatte man damals. Verbunden mit technischer Bastelwut der erste Schritt zur Amateurfunklizenz, die ich dann so etwa zehn Jahre später mit voller Punktzahl bestanden habe. Damals war das noch ein recht spannendes Hobby, die Gesprächspartner waren meist ebenfalls technisch interessiert oder irgendwie sonst nette Menschen, mit denen man sich auch treffen und nicht nur drahtlos klönen konnte. Zu einer Zeit, als das Handy im heutigen Sinne noch gar nicht erfunden war. Der Rest ist Geschichte: Die Kisten wurden immer billiger, immer weniger basteltauglich, immer weiter verbreitet, wir bekamen immer mehr Störer und sonstige unangenehme Menschen dazu. Ich würd mir die Spielzeuge vermutlich nicht nur deswegen nicht mehr antun, weil es mittlerweile Mobiltelefone gibt und ich auch mit anderen Funkgeräten rumspielen dürfte. Macht sehr vermutlich einfach keinen Spaß mehr. Sogar meine Lizenz hab ich vor ein paar Jahren zurückgegeben. Warum das nun auf meiner Cachemopedseite? Nun, die Lady fragt sich, wo das mit dem Geocaching noch hinführen wird. Ich sehe beim Geocaching die Entwicklung, die ich beim CB-Funk schon erlebt habe. Der Kram wird immer billiger und verbreitet sich. Mit den vielen Teilnehmern, die nicht alle aus der Gruppe der bisherigen typischen Geocacher kommen, ich sag immer "über 30, männlich, und vor allem technisch interessiert". Die Medien tragen sicher ihren Teil dazu bei, vor allem aber durch das Internet kommen immer mehr Geocacher dazu. Der Geocacher-Promi erreicht mit seinem Buch auch dann diejenigen noch, die lieber Bücher lesen, mit fallen da spontan Lehrer ein, aber das ist sicher nicht repräsentativ sondern nur eine subjektive Wahrnehmung. Also: Alle kriegen irgendwie mit, dass es sowas wie Geocaching gibt. Da nützt es auch nicht viel, wenn einzelne dann eine geheime Kultur aufrechterhalten wollen. Es wird so kommen wie mit dem CB-Funk. Ein an sich schönes Technik-Hobby wird auch an der technischen Entwicklung, aber vor allem an seinen neuen Anhängern zugrunde gehen. Da brauchen wir auch gar nicht groß zu lamentieren, das wird wohl so kommen, und wir werden auch nicht viel dagegen tun können. So lange wie es Spaß macht bin ich auch noch dabei, irgendwann wird jeder für sich feststellen, wenn andere Dinge interessanter sind. |
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