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Monday, January 26. 2009Kindergarten im Forum
Manchmal benehmen sich erwachsene Menschen im Forum wie die Kinder im Kindergarten. Dazu gehört natürlich, dass man das alles auch ganz wichtig nimmt, um was es da geht. Sonst würde ja kein Erwachsener sich so emotional verlieren.
Eine besondere Rolle haben dabei die Moderatoren in einem Forum, also einem bestimmten Bereich auf einem Board. Und der Webmaster, an dem die Zankerei dann immer gern in letzter Instanz hängenbleibt, dazu später mehr. Bleiben wir mal bei den Moderatoren. Die tun nämlich not, damit der Ton im Forum immer so einigermaßen sachlich bleibt, denn wenn immer wieder mal die gröbsten Ausrutscher weggeputzt werden, dann bleibts auch soweit recht kuschelig und letztlich informativ und unterhaltsam. Es soll ja Spaß machen im Forum etwas zu fragen und zu lesen was andere so schreiben. Es gibt das so ein altes Posting, warum es sinnvoll ist bei einem alten Haus dafür zu sorgen, dass ein defektes Fenster auch repariert wird, weil sonst bald nicht nur alle Fenster kaputt sind. Ist schon recht alt und kommt aus Usenet-Zeiten. finde ich grad nicht wieder, stimmt aber heute noch. Die Moderatoren machen da eine Art Ehrenamt, darum dürfen sie dann auch auf ihrem Spielfeld entscheiden wie sie wollen - "sole judge" nennt man das auch. Da redet nicht mal der Webmaster rein, sonst kämen sich die Moderatoren auf Dauer nämlich ganz schön veralbert vor. Möglicherweise muss man irgendwann mal Vorschläge machen, wer das vielleicht besser machen könnte, und darüber kann man reden. Auf jeden Fall sollte so ein Moderator von allen Teilnehmern akzeptiert werden. Zum Problem wirds immer dann, wenn ein Moderator eine Position bezieht, weil dann das was er tun muss schnell als parteiisch oder auf jeden Fall nicht mehr ganz unvoreingenommen erscheint. Da kommen dann die Rufe nach einem neuen Moderator und der Webmaster möge den doch bitte schnell absetzen der da grad den Hut auf hat. Dabei bringts aber auch gar nichts wenn der Mob skandiert "wir wollen einen neuen Moderator" - der muss erst mal gefunden werden! Einfach jemand anders einzusetzen ist da auch nicht zielführend. Es muss jemand machen wollen, es auch wohl können (technisch und menschlich, Erfahrung mit den Teilnehmern des Forum ist auch eine gute Idee!) und vor allem auch von allen akzeptiert werden. Dabei nur die Mehrheit hinter sich zu haben ist eher die zweitbeste Alternative. Und dann ist da noch der Webmaster, der hat nämlich gar kein Bock darauf sich anzuhören, wer da was gesaagt hat und wie das dann noch war und was der gesehen hat. Der will einfach Ruhe im Stall. Ist so wie der Türsteher oder die Security in der Disco. Die interessiert auch nicht wer da wessen Freundin angerempelt oder wer wen zuerst angeegriffen hat. Der will einfach nur Ruhe in der Bude. In der Ruhe liegt beim Webmaster eh die Kraft. Webmaster die das nicht kapiert haben, fahren ihr Board früher oder später vor die Wand. Wenn notwendig fliegt der Löschhammer, da können dann noch so laut alle Trolle "Zensur!" brüllen, auf dem Ohr muss man einfach taub sein. Sunday, January 4. 2009Sozialarbeiter
Vor ein paar Tagen hab ich noch die provokante These aufgestellt dass Mysteries und Multis unsozial sind, weil sie im urbanen Bereich ein Minenfeld an potentiell für andere Geocacher unbenutzbaren Flächen hinterlassen.
Nun weist ksmichel in seinem Blog auf die soziale Komponente von Mysteries und schwierigen Multis hin: Kaum hat der erste die komplizierte Aufgabe gelöst, kann er sich drauf einstellen das alle guten Cacherfreunde ihm die Postkiste zumailen und sich mal seit langer Zeit telefonisch melden. So könnte man tatsächlich sagen, dass Mysteries und Multis auch positive soziale Aspekte haben: Die Geocacher reden mehr miteinander, bleiben in Kontakt, wollen sie doch die schwierigen Caches loggen. Nur mit dem dicken sozialen Netzwerk im Rücken kann man so die Statistik weiter nach oben treiben. Wer da nicht mitmacht, ist ein Außenseiter. Oder hat schlicht keine Lust dazu. Aber soweit kommt das noch: Einfach vorschieben die Trauben wären zu sauer und damit die eigene soziale Inkompentenz kaschieren! Das kann ja jeder behaupten. Also werden auch künftig auf Events die Cachepralinchen ausgetauscht und der Griff zum Telefonjoker wird dank Flatrates immer mehr zum Standard. Da braucht man auch keine ordentlichen Hints oder Spoiler mehr im Listing. Und wer sich als Geocacher nach ein paar sozialen Kontakten sehnt, legt darum einfach einen Knobelcache mit hohem Anspruch und steht damit sofort wieder im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Außerdem kann man ganz hervorragend ablästern über die Außenseiter, die sich der Peergroup verweigern und darum ein DNF loggen müssen, der ist doch sooo einfach, eigentlich fast ein 1/1er. Was daran noch sozial ist muss jeder für sich selbst entscheiden. |
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