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Wednesday, July 7. 2010Nippelgate
Es gibt Dinge, die glaubt man erst, wenn man sie selbst mitbekommen hat. Aus der Kategorie stammt auch das, was mir grad in Form einer E-Mail von Geocoin-Künstlerin Claudia (Sepp & Berta) in den Mailkasten gefallen ist.
Es geht um die neue Geocoin, 7 Jahre Geoclub, auch bekannt als die "grüne Hölle". Für mein Empfinden hat sich Claudia hier wieder selbst übetroffen, einfach schick das Teil, ich erwähnte es auch schon an anderer Stelle. Und ich bin ja froh, dass Claudia noch vor ihrem Urlaub die Coin fertiggestellt hat, immerhin hat sie schon bekannt gegeben, bis dahin erst mal keine Aufträge mehr annehmen zu können. Was nach dem Entwurf kommt, ist dann nur noch Formsache: Der Entwurf muss von Groundspeak genehmigt werden und dann werden Muster hergestellt. Wenn alles in Ordnung ist kann die Produktion beginnen und spätestens nach einem Monat kann der Verkauf im Shop starten. Also in diesem Fall noch rechtzeitig. Aber da haben wir die Rechnung ohne die prüden Amis gemacht. Auf der Coin waren nämlich 4 Männer und 3 Frauen abgebildet. Die waren zwar unbekleidet aber typische primäre Unterscheidungsmerkmale waren natürlich nicht erkennbar. Nur die Forms des Körperbaus konnte Rückschlüsse auf das Geschlecht geben. Die Figuren waren etwas weniger detailreich als eine handelsübliche Schaufensterpuppe. Um er kurz zu machen: Der Entwurf wurde abgelehnt. Wir kriegen also eine Geocoin, die auch dem kritischen Blick aus dem Winkel einer verklemmten und ultra-christliche Erziehung keinen Schaden anrichtet. Auf dem dem neuen Entwurf sind nur noch Männer mit Shorts. Tuesday, June 29. 2010Kaffeelöffel-Therapie
Es ist Sommerzeit. Und die kleinen Blutsauger holen sich was sie brauchen. Ich passe ja schon immer auf dass ich keine Fenster offen und dabei das Licht eingeschaltet (für Ossis: eingeschalten) lasse.
Aber heute morgen hat mich doch tatsächlich wieder ein Mücklein gepiekst. Zwei Möglichkeiten hat der Mensch in diesem Fall: Schön dran rumkratzen bis es blutet oder einfach nicht weiter drüber nachdenken. Für Mopedcacher ist übrigens die zweite Methode default. Inspiriert durch dämliche gesponsorte Werbeartikel in verschiedenen Geocaching-Blogs hab ich mir dann Gedanken gemacht, was man noch so tun könnte. Es soll diesen zufolge helfen dem Mückenstich, drei bis sechs Sekunden Wärme zuzuführen um irgendwelche Enzymscheisse von den Viechern zu zersetzen. Die genaue biologische Polypeptidkettereaktion interessiert mich dabei nicht im geringsten, nur den technischen Pipifax fand ich zwar auf der einen Seite ganz geekig, aber andererseits völligen Overkill. Vor mit stand nämlich grad eine handelsübliche Tasse Kaffee wie sie meine Senseo allmorgendlich mehrfach ausspucken muss. Darin befand sich aus Umständen, die der geneigte Leser sich denken kann, ein noch handelüblicherer Kaffeelöffel (wers genau wissen will: WMF-Besteck aus spülmaschinengeignetem Cromargan-Edelstahl). Therapeutische Maßnahme zur Juckreiz-Bekämpfung: Löffel aus dem heißen Kaffee ziehen, auf den Mückenstick drücken bis er kalt ist und dann die Reste ablecken. Funktioniert wirklich! PS: Ein Blick in meine Glaskugel sagt einige gesponsorte Blog-Artikel mit Video von Geocachern zur neuen LED-Lenser M7 voraus. Thursday, June 24. 2010Der Blitz von Britz
Berlin ist arm aber sexy, soll der Bürgermeister aus dem rosa Rathaus jedenfalls mal gesagt haben.
Eine Möglichkeit Geld in die Kassen zu bekommen könnten die neuen Blitzer im Britzer Tunnel sein. Und damit sich niemand erschreckt und die Lenkung verreißt wenn er mit ein paar Stundenkilometern zuviel auf diesem Teilstück der Stadtautobahn A100 erwischt wird kommt hier eine neue Perversion der Verkehrsüberwachung zum Einsatz. Es werden sogenannte Schwarz-Blitzer verwendet, das Infrarotlicht ist für das Auge nicht zu sehen (kennt man auch so von entsprechenden Nachtcaches). Allerdings kann man es in der Kamera gut erkennen: Na, an welcher Stelle (Minute:Sekunde) im Video ist der Blitzer? Könnte man nun einen Mystery von machen. Besonders gemein dabei: Insgesamt 16 Kameras sind in beiden Röhren montiert und nehmen auch Cachemopeds von hinten auf. Und nur ein zufällig ausgewählter Teil der Systeme ist immer zur Zeit in Betrieb. Dass die Stadt damit die Investition von 1,4 Millionen die der ganze Kram gekostet hat wieder rein bekommen möchte ist durchaus noch verständlich. Und natürlich muss ja auch der Verkehr notfalls mit 60 durch den insgesamt sechspurigen Tunnel kriechen wenns der Sicherheit dient. Allerdings hat hier jemand, der jeden Tag etwas fix morgens zur Arbeit fährt gute Chancen schon nach einer Woche seinen Lappen abgeben zu dürfen, er merkt ja nicht, dass er jeden Tag aufs Neue geblitzt wurde. Und das bringt für die Verkehrserziehung so wohl ziemlich nichts. Aber immerhin kommt so Geld in die Kasse. |
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